Warum E-Mail-Sicherheit jedes Unternehmen betrifft
91 % aller Cyberangriffe beginnen mit einer E-Mail. Phishing, CEO-Fraud, gefälschte Rechnungen — die Methoden werden immer raffinierter. Und das Schlimmste: Angreifer können E-Mails versenden, die aussehen, als kämen sie von Ihrer Domain.
Die Lösung: Drei Sicherheitsprotokolle, die zusammen einen nahezu lückenlosen Schutz bieten — SPF, DKIM und DMARC. In diesem Artikel erklären wir, was sie tun und wie Sie sie einrichten.
Das Problem: E-Mail-Spoofing
Das grundlegende Problem: Das E-Mail-Protokoll (SMTP) wurde in den 1980ern entwickelt — ohne jegliche Authentifizierung. Jeder kann eine E-Mail senden und als Absender chef@ihrefirma.de angeben. Ohne Schutzmaßnahmen kann der empfangende Server nicht prüfen, ob die E-Mail wirklich von Ihnen kommt.
Typische Angriffsszenarien:
SPF: Wer darf in Ihrem Namen senden?
SPF (Sender Policy Framework) ist ein DNS-Eintrag, der festlegt, welche Server E-Mails von Ihrer Domain versenden dürfen. Empfangende Mailserver prüfen: „Kommt diese E-Mail von einem autorisierten Server?"
Beispiel DNS TXT-Eintrag:
v=spf1 include:_spf.google.com include:mail.ihrehoster.de -allv=spf1SPF-Version 1include:Erlaubt E-Mails von diesen Servern-allAlle anderen Server: E-Mail ablehnen (hard fail)~allAlle anderen Server: als verdächtig markieren (soft fail)DKIM: Digitale Signatur für Ihre E-Mails
DKIM (DomainKeys Identified Mail) versieht jede ausgehende E-Mail mit einer kryptografischen Signatur. Der empfangende Server prüft die Signatur über einen öffentlichen Schlüssel in Ihrem DNS — und weiß so, dass die E-Mail nicht manipuliert wurde.
Privater Schlüssel
Auf Ihrem Mailserver. Signiert jede ausgehende E-Mail.
Öffentlicher Schlüssel
Als DNS TXT-Eintrag veröffentlicht. Empfänger prüft die Signatur damit.
DKIM schützt vor Manipulation des E-Mail-Inhalts auf dem Transportweg. Wenn auch nur ein Zeichen verändert wird, schlägt die Signaturprüfung fehl.
DMARC: SPF + DKIM zusammenführen
DMARC (Domain-based Message Authentication, Reporting & Conformance) baut auf SPF und DKIM auf. Es definiert, was mit E-Mails passieren soll, die beide Prüfungen nicht bestehen — und liefert Ihnen Berichte über Missbrauchsversuche.
Beispiel DNS TXT-Eintrag (_dmarc.ihrefirma.de):
v=DMARC1; p=quarantine; rua=mailto:dmarc@ihrefirma.de; pct=100p=noneNur beobachten, nichts blockieren (Start)p=quarantineVerdächtige E-Mails in Spam sortierenp=rejectGefälschte E-Mails komplett ablehnen (Ziel)rua=mailto:Adresse für aggregierte DMARC-BerichteEinrichtung: Schritt für Schritt
Weitere E-Mail-Sicherheits-Basics
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